Dividendenernte Juni 2022

Dividendenernte Juni 2022

Seit Juni 2022 ist es nun offiziell: Wir sind im Bärenmarkt. Das zeigt sich auch bei der Jahresperformance meines Depotwertes. Im Mai konnte ich mich noch knapp über Wasser halten, Ende Juni bin ich nun abgetaucht. Minus 3,8 Prozent, aufs erste Halbjahr gesehen. Da insgesamt aber immer noch 10k an Kursgewinnen zu buche stehen, will ich mich nicht zu sehr beklagen.
An dieser Stelle folgt dann wieder die alte Leier: Dividendenerträge sind mir eh wichtiger als Kursperformance.

Und bei eben diesen Dividendeneinnahmen läuft es weiterhin sehr gut. Auch im Juni konnte ich mich über eine ordentliche Steigerung der Dividendenausschüttungen gegenüber dem Vorjahr freuen. Genaueres folgt jetzt.


Meine Einnahmen durch Dividenden im Juni 2022

WertpapierJun 22
3M28.17
Admiral Group41.44
AGNC Investment11.17
Archer Daniels Midland14.90
Ares Capital48.52
BlackRock4.65
BlackRock Income Trust11.32
Boston Pizza Royalties Income Fund6.65
Brookfield Renewable Corporation3.08
Brookfield Renewable Partner13.16
Enbridge63.53
First Real Estate Investment Trust11.30
Gladstone Capital8.45
Gladstone Commercial10.87
Horizon Technology Finance9.59
IBM18.72
Intel6.81
Main Street Capital27.83
Newmont Corporation15.87
Nexus Real Estate Investment Trust5.93
OHB9.60
PennantPark Floating Rate Capital17.74
Prudential Financial23.08
Realty Income11.84
Shell23.46
Sixth Street Specialty Lending7.70
STAG Industrial7.00
T. Rowe Price Group11.41
The Southern Company12.76
TransAlta Renewables6.42
Triton International18.58
Unilever PLC21.34
V.F. Corporation11.85
Viatris Inc.17.31
Whitestone3.83
Summe brutto (Summe netto)565,88 (416,63)

35 Dividendenausschüttungen gingen im Juni auf mein Verrechnungskonto ein. Die Bruttogesamtsumme belief sich auf 565,88 Euro. Nach Abzug von Abgeltungssteuer und Soli (26,375%), bleibt ein Nettobetrag von 416,63 Euro.

Top 5 Dividendenzahler im Juni

  1. Enbridge – 63,53 Euro
  2. Ares Capital – 48,52 Euro
  3. Admiral Group – 41,44 Euro
  4. 3M – 28,17 Euro
  5. Main Street Capital – 27,83 Euro

An den relativ kleinen Einzelbeträgen kann man schon erkennen, dass es mehr das Kleinvieh war, welches im Juni den Mist machte. 35 kleine Beträge ergeben am Ende aber doch ein zufriedenstellendes Sümmchen.

Auf der anderen Seite ist eine dreistellige Summe bei 35 Ausschüttungen auch ein bisschen lächerlich. An Diversifizierung mangelt es meinem Depot offensichtlich nicht. Die Einzelpositionen sollten nun aufgestockt werden, anstatt weitere hinzuzufügen. Als „Endziel“ könnte ich mir vorstellen, dass jede Position eines Tages so groß ist, dass sie mindestens einen dreistelligen Betrag ausschüttet. In einem Monat wie diesem Juni wären das dann mindestens 3.500 Euro an Brutto-Dividenden. Das mag im Moment noch utopisch klingen, ich bin mir aber sicher, da komme ich noch hin.

neue Dividendenzahler

Die folgenden Unternehmen hatten mir im Juni 2021 noch keine Dividenden gezahlt.

Entwicklung meiner Dividendeneinnahmen

  • Juni 2021: 371,87 Euro brutto
  • Juni 2022: 565,88 Euro brutto
  • Differenz: plus 194,01 Euro brutto
  • Steigerung um: 52.17 %

Dividenden im Jahresvergleich

  • Dividendeneinnahmen von Januar bis einschließlich Juni 2018: 149,55 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Januar bis einschließlich Juni 2019: 981,72 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Januar bis einschließlich Juni 2020: 1.432,64 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Januar bis einschließlich Juni 2021: 2.085,16 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Januar bis einschließlich Juni 2022: 3.162,22 Euro (brutto)

Um einen Vergleich der zurückliegenden 12 Monate (TTM = trailing twelve months) zu ermöglichen, stelle ich auch diese Zahlen bereit.

  • Dividendeneinnahmen von Juli 2018 bis einschließlich Juni 2019: 1.487,27 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Juli 2019 bis einschließlich Juni 2020: 2.557,24 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Juli 2020 bis einschließlich Juni 2021: 3.400,83 Euro (brutto)
  • Dividendeneinnahmen von Juli 2021 bis einschließlich Juni 2022: 5.617,28 Euro (brutto)

monatliche Dividenden im Jahresdurchschnitt

Aus den Einnahmen der zurückliegenden zwölf Monate ergeben sich folgende monatliche Durchschnittserträge:

  • 468,11 Euro (brutto) pro Monat (451,94 Euro Vormonat)
  • 344,65 Euro netto pro Monat (nach Abzug von Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag, der Freibetrag wurde ignoriert)
  • Das ergibt eine Steigerung zum Vormonat um 3,58 %.

Balkendiagramm: monatliche Dividendenzahlungen

Durchgehend kräftige Steigerungen zum Vorjahr – so mag ich es. Ich hoffe es geht so weiter, damit ich am Ende des Jahres eine makellose Bilanz ziehen kann.

Aktienkäufe

  • 1 x BlackRock (BLK)
  • 5 x JP Morgan Chase (JPM)
  • 5 x V.F. Corporation (VFC)

Außerdem wurden mir – aufgrund eines Mergers von BHP und Woodside Petroleum – 9 Woodside-Energy-Group-Aktien eingebucht. Da sag ich doch: Danke BHP!


Fazit

Trotz Bärenmarkt und sinkendem Depotwert, kann ich mich über steigende Dividendenerträge freuen. Ob dies auch so bleibt hängt stark davon ab, ob wir eine Rezession bekommen. Manch einer ist der Meinung, dass wir uns bereits mit einer stagnierenden bzw. schrumpfenden Wirtschaft konfrontiert sehen. Ich bin mir da noch nicht so sicher. Hier und da gibt es von den Unternehmen negative Ausblicke und Umsatz- bzw. Gewinnwarnungen. Dass jedoch überwiegend Verluste gemacht werden, davon sind wir noch weit entfernt.
Mein Blick richtet sich dabei aber eher auf die Geschäfte nordamerikanischer Firmen. In Europa ist das Umfeld ein Stück weit schwieriger. Letztlich wird sich auch eine schwächelnde EU negativ auf die Weltkonjunktur auswirken.
Inwieweit die Unternehmen in meinem Portfolio davon betroffen sein werden, wird sich zeigen. Solange derartige Schwierigkeiten nicht in Dividendenkürzungen resultieren, soll es mir relativ egal sein. Solange freue ich mich über die vielen Möglichkeiten, mehr Einkommen für wenig Geld kaufen zu können.


Es handelt sich hierbei weder um die Aufforderung zum Kauf, noch zum Verkauf von Wertpapieren. Ich schildere hier lediglich meine Meinungen und Erfahrungen und mache keine Anlageberatung.
Der Handel mit Wertpapieren ist mit Risiken verbunden. Dies kann auch zum Totalverlust führen.
Bitte beachte hierzu meinen Disclaimer!

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3 Kommentare

  1. Hallo Mike,
    Glückwunsch zu deinen Einnahmen und der sehr guten Steigerung – gerade auch die Konstanz über die Jahre beeindruckt.
    Derzeit zeigt sich, dass die Dividendenstrategie auch große Vorteile haben kann, denn während die gehypten Tech-Aktien und Krytops crashen, passiert bei den Value-Titeln verhältnismässig wenig. 3,8 % Buchverlust in den ersten 6 Monaten wünschen sich derzeit wohl viele Investoren 😉
    Ich habe einen etwas höheren Verlust, aber da ich – wie du – nicht verkaufen möchte, ist es mir so lange egal, bis die Dividenden gesenkt werden (müssen). Ich stimme dir zu, dass wir derzeit noch weit von einer dicken Rezession, aber eine Schrumpfung der amerikanischen Wirtschaft hat es seit Jahresbeginn bereits gegeben. Die ist zwar kaum der Rede wert, aber es gibt zumindest Anzeichen, die bedenklich sind. Beispielsweise hat Walmart so volle Lager, dass keine neue Ware angenommen wird und Kundenreklamationen so bearbeitet werden, dass die Kunden einfach neue Produkte erhalten und gebeten werden, die alten eigenständig zu entsorgen.
    Interessant wird es, wenn Russland der EU wirklich das Gas abdrehen wird.
    Allerdings sehe ich es wie du. Wer nicht an eine weltweite Planwirtschaft glaubt, kann in der Krise rabattiert einkaufen.
    Dir weiterhin viel Erfolg beim Investieren
    &
    Viele Grüße,
    MrTott (Chris)

    1. Hallo Chris,

      um die Firmen in meinem Depot mache ich mir langfristig keine Sorgen. Über 80 Prozent meiner Beteiligungen liegen in Nordamerika. Was in der EU abgeht, ist daher nur von Interesse, weil Europa ein wichtiger Absatzmarkt ist und weil meine Firmen auch Standorte in der EU betreiben. Sollen die Russen also ruhig das Gas abdrehen. Für uns EU-Bürger sicher kein Spaß, für mein Depot eher nebensächlich.

      Aber auch die USA und Kanada sind von hoher Inflation und problematischen Lieferketten betroffen. Wie stark sich das schwierige Umfeld bereits auf die Geschäfte ausgewirkt hat, werden die Quartalszahlen bald zeigen. Bestimmt erwartet uns ein durchwachsenes Bild, welches dann zu noch attraktiveren Bewertungen führen könnte.
      Nicht die schlechtesten Aussichten, wie ich finde. Ich bin mir sicher, dass ich mit meinen aktuellen Käufen einen wichtigen Grundstein für zukünftige Erträge lege. Im Nachhinein ist es etwas ärgerlich, dass ich so lange Monat für Monat zu relativ hohen Preisen gekauft habe. Aber mit Cash an der Seitenlinie auf günstige Kurse warten, das kann ich eben nicht. 😊

      Also Hauptsache dranbleiben, was wir beide ja tun. 👍

      Viele Grüße
      Mike

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